Zum Inhalt gehen

Transkript

00:10

Oha, ein Roboter.Wie schafft man es, ohne technisches Vorwissen, ein eigenes KI-Tool zu entwickeln? Gar nicht.

00:20

Doch man kann tatsächlich heutzutage ja sehr, sehr viel.

00:22

Die Frage zielt darauf ab, dass ich mit einem Team gemeinsam eine Stellenanzeigen-KI gebaut habe.

00:30

Die Geschichte dazu lief so, dass Dezember '24 ich mit meiner Kollegin, Freundin Jasmin telefoniert habe und gesagt habe: Mensch, lass uns doch in '25 1000 Stellenanzeigen optimieren.

00:45

Wir müssen uns noch überlegen, wie wir das anstellen, aber mit KI müssen wir das doch irgendwie hinkriegen.

00:49

Wir müssen so einen Custom GPT entwickeln, das unser Wissen lernt.

00:54

Wir können dem das doch beibringen.Und ich weiß zwar nicht, wie, aber irgendwie kriegen wir das hin.

00:59

Und dann habe ich das noch ein, zwei anderen Leuten erzählt und irgendwann meinte ein Kollege: „Du brauchst ITler.

01:05

Du kannst das nicht alleine schaffen, letzten Endes.“ Und ich bin sehr schnell auch genau an diesen Punkt gekommen, denn ja, ich kann ChatGPT ganz viele Fragen stellen, wie ich so etwas baue, aber am Ende muss ich das eben selber bauen.

01:18

Und da sind meine Fähigkeiten tatsächlich an Grenzen gekommen – ganz logischerweise.

01:24

Und ich arbeite mich sehr gerne, sehr viel in Themen ein, aber da war einfach irgendwann Schluss.

01:31

Vor allen Dingen, weil ich ja auch den Beratungsjob ja trotzdem habe.

01:35

Also der fällt ja deswegen nicht weg.Und dann kam die Jasmin im Januar die Ecke mit: „Ich habe zwei ITler und die haben auch Zeit und die können so was.

01:44

Und die haben schon mal so was gemacht in die Richtung, dass sie eine Website gebaut haben und ein Tool gebaut haben und die wissen, wie das geht.“ Und dann haben wir uns im Januar '25 das erste Mal als Team online getroffen.

01:57

Wir sitzen deutschlandweit verteilt.Die Jungs fanden die Idee gut.

02:01

Jasmin und ich haben gesagt, wir wollen gerne Stellenanzeigen mit KI optimieren.

02:07

Kriegen wir das irgendwie hin?Also im ersten Schritt wollten wir eigentlich nur das Feedback zu Stellenanzeigen, was wir als Beratungsleistung angeboten haben,dass wir das automatisieren.

02:16

Und das hat relativ schnell dann funktioniert.Dann hatten wir erste Testkunden und dann war das tatsächlich so, dass also ich hatte dann technisch nichts mehr zu tun, Gott sei Dank.

02:27

Ich habe mein Stellenanzeigenwissen zusammengepackt.

02:31

Wir haben Excel-Listen geschrieben, nach wie viel Kriterien wir eigentlich Stellenanzeigen analysieren.

02:36

Und mir war nicht klar, dass ich über 100 Kriterien prüfe, mit einem Blick auf eine Stellenanzeige.

02:43

Wenn ich das mit meinen Augen und mit meinem Hirn mache, dann sehe ich viele Dinge sofort.

02:48

Und wenn ich mich damit eine Stunde beschäftige, prüfe ich ganz offensichtlich über 100 Kriterien, was mir nicht bewusst war.

02:56

Diese Kriterien mussten wir dann einer KI beibringen.

03:02

Die hat nicht immer alles am Anfang direkt so gemacht, wie wir das wollten.

03:06

So ist das mit KI und das hat ein bisschen gedauert.

03:10

Aber letzten Endes ist das Bisschen tatsächlich ein paar Monate gewesen,sodass wir im Mai 2025 das Produkt bereits gelauncht haben.

03:19

Nicht nur mit dem Feature, dass eine Anzeige analysiert wird, sondern tatsächlich auch direkt eine neue geschrieben wird.

03:26

Nach dem System, wie ich auch in meinen Workshops arbeite, nämlich eine kleine Anforderungsanalyse, die ein Kunde beispielsweise dort eingibt – das sind so zehn Fragen, die beantwortet werden müssen – und die kommen aus meinem Workbook, was meine Kunden sonst auch zugeschickt bekommen würden.

03:43

Die werden dort eingegeben und dann kann die KI daraus eine Stellenanzeige schreiben, mit der ich zufrieden bin.

03:50

Das ist nicht ganz so leicht tatsächlich.Hat ein bisschen gedauert, aber tatsächlich war es irgendwann soweit, dass ich damit zufrieden war.

03:58

Und das zu sehen war sehr cool.Das hat aber auch viel Arbeit bedeutet, dem Tool zu sagen, was es machen muss, weil das macht manchmal eben nicht, also nicht, was man sich immer wünscht.

04:13

Wer ChatGPT schon mal probiert hat, ausprobiert hat, weiß, manchmal kommen richtig gute Sachen raus und manchmal ist es großer Murks.

04:21

Und diese Halluzinationen, die da teilweise passiert sind, die muss man eben abtrainieren.

04:28

Und einerseits, vielleicht, um da mal den Bogen zu spannen, es muss nicht jeder gleich ein Tool nutzen, was dafür ist.

04:35

Es gibt ja, wie gesagt, diese kostenlosen Möglichkeiten,KI-Sprachmodelle zu nutzen.

04:41

Das ist total hilfreich auch für Stellenanzeigen.

04:43

Ich bin da total dafür, weil ich der Meinung bin, damit werden die Anzeigen besser.

04:47

Was diese Tools aber nicht wissen, ist, wie läuft es in eurem Unternehmen,wie ist die Kultur?

04:54

Wie ist der Job tatsächlich?Da wird viel halluziniert und deswegen muss man den Input, das heißt, das Prompting, auch richtig, richtig gut hinbekommen, damit da am Ende kein Unsinn dabei rauskommt.